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URLAUB AUF RÄDERN - IN KEMPEN (erstellt von Kempen Kompakt 2018)
Reisen mit dem Wohnmobil boomt – deutschlandweit und auch in Kempen. Die Wohnmobilisten schätzen die schöne Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, Einkaufs- und Gastroangeboten und kommen gerne wieder. Dieter Riedel und Matthias Plaschka haben den Reisemobilpark am Aqua-sol vor sieben Jahren eröffnet – und sind damit seither auf Wachstumskurs.

Wenn Gäste mit ihrem Wohnmobil zum Platz von Dieter Riedel und Matthias Plaschka neben dem Schwimmbad aqua-sol an der Berliner Allee kommen und für nur eine Nacht bleiben wollen, dann sagt Dieter Riedel gerne: „Gehen Sie doch erst mal in die Stadt.“ Dann, das hat Riedel festgestellt, bleiben die Besucher auch gerne mal drei Tage. „Neulich war ein Paar aus dem Allgäu da, das ist gleich für 14 Tage geblieben“, sagt Riedel. Kempen ist ein schönes Städtchen – als Einheimischer weiß man das natürlich zu schätzen. Aber auch immer mehr Reisende sind von den Vorzügen der Thomasstadt überzeugt und kommen gerne wieder. 18.596 Übernachtungen verzeichnete der „Reisemobilpark am Aquasol“ im vergangenen Jahr. „85 Prozent davon sind Stammkunden“, sagt Matthias Plaschka. Es gibt sogar Besucher, die jedes Wochenende kommen. Aus dem gesamten Umkreis, aus dem Ruhrgebiet oder aus dem Raum Aachen kommen die Wohnmobilfans und bleiben für eine Zeit in Kempen. „Wir haben auch Schweizer, die ein Boot in Holland haben und hier immer einen Zwischenstopp einlegen“, erzählt Plaschka. Solche „Wiederholungstäter“ sind auch Gerd und Marlies Gans aus Wasserberg, die sich zusammen mit Andreas Klaus aus Kamp-Lintfort an einem sonnigen Samstagnachmittag im Mai vor der Hütte des Platzes eingefunden haben und nun etwas plauschen und den Tag genießen. Sie kommen gerne nach Kempen, genießen die schöne Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, Geschäften und Restaurants. Man könne sich eigentlich immer darauf verlassen, jemanden zu treffen, den man kennt.

Rund 50 Euro gibt jeder Reisemobilist im Urlaub jeden Tag aus. Frei und unabhängig sein – das ist für sie der Reiz des Wohnmobil-Reisens. Und das schätzen immer mehr Deutsche. Eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif) belegt die wirtschaftliche Bedeutung von Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland. Demnach bescheren Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt der heimischen Wirtschaft einen Gesamtumsatz von 12,6 Milliarden Euro. Caravaning sei in Deutschland beliebter als jemals zuvor. Seit Jahren wächst die Nachfrage nach neuen, gebrauchten und geliehenen Reisemobilen und Caravans. Über 1,1 Million Freizeitfahrzeuge seien in Deutschland zugelassen. Im Auftrag des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) hat das dwif in seiner Studie gezeigt: Urlauber, die mit einem Reisemobil, Caravan oder Zelt Deutschland bereisen, liefern wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft. Rund 50 Euro gebe jeder Caravaner und Reisemobilist pro Tag aus. Neben der Übernachtung bezahlen sie an ihren Urlaubsorten vor allem im lokalen Einzelhandel, in der Gastronomie und für Freizeitangebote.

Das trifft auch für die Camper in Kempen zu. In den ersten fünf Jahren, das hat Dieter Riedel einmal ausgerechnet, haben die Gäste des Reisemobilplatzes einen Umsatz von 750.000 Euro beschert. „Unsere Gäste haben Geld mit nach Kempen gebracht“, ist Riedel stolz. Shopping-Touren durch die Altstadt kommen häufiger vor. Kleidung, Fernseher und sogar ein Auto haben seine Gäste schon in Kempen gekauft. Es ist meist die Generation  50plus, die mit ihren eigenen rollenden Hotels kommt, Fahrräder mitbringt und ihre Zeit mit Bummeln, Wandern und Radeln in und um Kempen verbringt.

Zu den Festen und Weihnachtsmärkten ist besonders viel los. Auch die Stadt Kempen sieht das Potenzial der Wohnmobilreisenden. Besonders vor dem Hintergrund, dass in Kempen – das denken auch viele Politiker – ein größeres Hotel für Wochenendgäste fehlt, bietet der Platz einen wichtigen Anlaufpunkt. Zwei Ehepaare aus Mönchengladbach sind an diesem Wochenende ebenfalls zu Gast. „Ein schöner Platz, genug Raum, freundliche Leute“ – darum kommen sie gerne wieder. „Freundlichkeit ist das Wichtigste“, sagt Dieter Riedel. Seit mittlerweile sieben Jahren betreiben er und seine Frau Ulla mit Beate und Matthias Plaschka den Platz. Ohne die Unterstützung der Ehefrauen würde das gar nicht gehen, sagt Riedel. Matthias Plaschka hatte die Idee. Seit 1992/93 ist er selbst mit dem Wohnmobil unterwegs. Und herumfahren und andere Plätze anzusehen, ist ein regelrechtes Hobby für den 64-jährigen Tönisvorster.

„Wir kümmern uns um die Leute“, sagt Dieter Riedel. Seit Anfang des Jahres ist der 65-Jährige nun Rentner. Der heutige Lobbericher hat 17 Jahre lang in Kempen gelebt und hier als Hausmeister am Berufskolleg gearbeitet. Auf dem Platz nach dem Rechten sehen, den Gästen weiterhelfen – das macht ihm einfach Spaß. Nichts tun kommt für ihn nicht in Frage. Es sei auch schon mal vorgekommen, dass man einen kranken Gast mit seinem Wohnmobil nach Hause gefahren habe. Die Holzhütte auf dem Platz ist ein Treffpunkt für die Gäste. Zu Silvester wird im benachbarten Sportlerheim des SV Thomasstadt gemeinsam gefeiert. Es ist eine richtige Gemeinschaft, die dort entstanden ist. Zu St. Martin, zu Altstadtfest und Highland Games oder den Weihnachtsmärkten ist immer besonders viel los.

Die Belegungszahlen steigen jedes Jahr weiter an. „Seit sechs/sieben Wochen waren wir jedes Wochenende ausgebucht“, erklärt Dieter Riedel im Mai. 30 Plätze stehen dort zur Verfügung. Es gibt die Möglichkeit – zum Beispiel zu Weihnachtsmärkten – um weitere 30 Plätze zu erweitern. Für eine dauerhafte Ausdehnung fehlen die Möglichkeiten. Auch wenn Matthias Plaschka gerne noch auf 50 Plätze aufstocken würde. Auch die Nachbarschaft zum Schwimmbad ist ein großes Plus für den Stellplatz. Seit die Sauna im Aqua-sol neu eröffnet wurde, steigen die Buchungszahlen auch in den kälteren Monaten Januar und Februar.

Text und Foto: Katharina Brauers Kempen Kompakt

Dieter Riedel

64 Jahre und seit über 41 Jahren verheiratet.
Bereits in den 90er Jahren habe ich mit meiner Familie regelmäßig Camping Urlaube gemacht.
Ich war Angestellter im öffentlichen Dienst, bin jetzt Renter, und wenn ich Zeit finde, fahre ich mit dem Rennrad.
Kontakt
E-Mail: dieter.riedel@reisemobilpark-kempen.de
Mobil: +49 151 127 142 14
 

Matthias Plaschka

Verheiratet, 63 Jahre alt.
Seit über 20 Jahren mache ich Reisemobil Touren durch ganz Europa. Dabei habe ich besonders in Deutschland sehr viele Erfahrungen mit Reisemobilplätzen gesammelt. Dieses gesammelte Know How wird auf unserem Stellplatz umgesetzt.
Kontakt
E-Mail: matthias.plaschka@reisemobilpark-kempen.de
Mobil: +49 173 284 2227